Geldspenden für den Bau, Ausstattung, und Anlaufkosten

Aufbau bedeutet Finanzbedarf in zweierlei Hinsicht:

1. Kapitalinvestitionen:

Sie werden gebraucht um Baumaßnahmen zu bezahlen, Ausrüstungs- und Einrichtungsgegenstände zu beschaffen. Die heutige Kapazität von 124 internen Schülern ist zwar noch nicht vollständig belegt, aber sie reicht nicht aus, um die theoretische Kostendeckung durch Schulgelder zu erreichen.

2. Betriebskostenzuschüsse:

Einerseits ist der Start eines Betriebes, auch der eines Schulbetriebes, mit Anlaufkosten verbunden. Teils durch die anfangs nicht ausgelasstete Kapazität, teils durch anfängliche Lerneffekte. Da Eine Schule zunächst mit einem ersten Jahrgang in jeder Profession anfängt liegen die Kapazitäten für das zweite, dritte, oder vierte Lehrjahr anfangs brach, müssen aber aus baulichen Gründen zumindest teilweise für das nächste Schuljahr bereitstehen. Das gilt besonders für die Infrastrukturen. Auch das Personal muss jeweils im Voraus für die kommenden Jahrgänge eingearbeitet und vorbereitet werden.

Anderseits gibt es keine Privatschule, die ohne Subventionen auskommt, sei es durch Stiftungen oder staatliche Zuschüsse. Bildung ist eben kein unmittelbar profitables Gut, zumindest nicht für einen privaten Schulbetreiber der keinen Anspruch auf die mögliche Besteuerung künftiger Erwerbsleistungen seiner Schüler hat. In Tansania wird dafür aber die kommerzielle Aktivität der Ausbildungswerkstätten als "unternemerischer Unterricht"  (in unbestimmten Grenzen) toleriert und nicht als Gewerbebetrieb eingestuft. Diese Schulbetriebe dürfen also unbesteuert zur Kostendeckung Einnahmen erwirtschaften. Allerdings ist der Aufbau eines Kundenkreises und die dafür erforderliche Qualität auch nicht von Anfang an profitabel.